Zur meditativen Praxis im Lehrer- und Erzieherberuf
Und Auge und Ohr ins Dunkel gespannt.... -
Erfahrungen mit dem Raum der inneren Stille in der Meditation
Die Herausforderung, aus eigener Kraft einen inneren Raum der Stille zu bilden,
wird zum Dreh- und Angelpunkt der meditativen Praxis. Gelingt es, sich aus dem
Verwobensein mit den Sinneseindrücken der äusseren Welt herauszulösen, eröffnen
sich in dieser Umwendung nach Innen stufenweise neue Perspektiven: Da ist
zunächst das Erscheinen eines Nachklanges oder Nachbildes vom äusseren Erleben,
das aus der inneren Ruhe und Überschau heraus ein neues Licht wirft auf die
Frage: Was ist wesentlich, was unwesentlich?
Bringen wir im nächsten Schritt die Kraft auf, uns auch von jenen inneren Bildern
und Erlebnissen zu lösen, können wir einen Raum der inneren Stille erleben, der
keinen üblichen Inhalt mehr hat, sondern nur noch von Wachsamkeit und Aufmerksamkeit
gefüllt ist. In diesem „Urmoment“ der Meditation gestalten wir nicht
mehr aus unserem intendierenden Willen, sondern achten wachsam hörend darauf,
was uns nun entgegenkommt.
Diese Metamorphose vom eigenen Gestalten zum achtsamen Hören bildet auch
einen „Urmoment“ des pädagogischen Lebens: Was kommt mir bei der Vorbereitung
nach der ersten Erarbeitung eines neuen Themas in stillen Nachsinnen entgegen?
Welche Resonanz von den Schülern erlebe ich nach der aktiven Darstellung
im Unterricht?
Diese meditativen Stufen – von der äusseren Wahrnehmung zur inneren Ruhe,
zum Nachklang und weiter zum inneren Raum der Stille - möchten wir auf der
Tagung durch Erfahrungen und Übungen in den Arbeitsgruppen auf drei künstlerischen
Ebenen vertiefen.
17. - 19. Februar 2012



