Praktischer Austausch zwischen Waldorfpädagogik und Universitätsprofessoren
Am 10. und 11. Juni organisierte die Schweizer ‹Initiative für Praxisforschung› (ipf) zusammen mit der Pädagogischen Sektion am Goetheanum eine Plattform für einen wissenschaftlichen Austausch im Sinne eines offenen ‹Round Table› mit deutschen Universitätsprofessoren. Letztere sind offen für und interessiert an einem Austausch und stehen in einer Zusammenarbeit mit ipf.
Die Beteiligten (Hanns-Fred Rathenow, Technische Universität Berlin, Hans-Werner Kuhn, Universität Freiburg im Breisgau, Dieter Haselbach, Universität Marburg, Christof Wiechert, Leiter der Pädagogischen Sektion sowie Urs Hauenstein und Thomas Stöckli, ipf-Teamleitung) beschäftigten sich mit der Frage, welche Form der Forschung für praktizierende Waldorflehrkräfte hilfreich ist und was Praxisforschung in der Umsetzung im Schulalltag bedeuten kann.
Praxisforschung führt zu einer Unterrichtsentwicklung, in welcher die Lehrperson selbst initiativ wird. Ebenso kann sie ein Instrument für die wöchentlichen Konferenzen werden, die von Rudolf Steiner als ‹fortdauernde Hochschule› bezeichnet wurden.
Vertiefte Auseinandersetzung
Zum Schluß äußerte sich Rathenow zum begonnenen Austausch: «Es ist für mich beeindruckend, daß sich die Pädagogische Sektion – neben den eigenen Arbeiten innerhalb der Waldorfpädagogik – auch mit dem aktuellen Stand der Diskussion in den Erziehungswissenschaften vertieft auseinandersetzt.» Ausschnitte der Diskussionen des ‹Round Tables› (ein nächster findet im Herbst 2005 statt) werden von ipf im Rahmen von ‹Campus Bridge Publications› publiziert.
Als nächsten Schritt plant ipf den Aufbau einer kontinuierlichen Kooperation von Dozenten verschiedener europäischer Universitäten unter dem Namen ‹Campus Bridge International›.
Thomas Stöckli
Erschienen in: Das Goetheanum | Nr. 25 · 05



